Ideen für ein stabileres,
gerechteres und realwirtschaftlich
orientiertes Geld- und Wirtschaftssystem
Diese Seite verbindet verschiedene Reformansätze rund um Geldordnung, Gemeinwohlökonomie, regionale Wirtschaftskreisläufe und eine stärkere Orientierung an der Realwirtschaft.
Meine Vision ist eine Gesellschaft,
in der wirtschaftlicher Erfolg stärker
mit gesellschaftlichem Nutzen verbunden ist.
Menschen sollen ihre Fähigkeiten sinnvoll einsetzen können –
mit mehr Selbstbestimmung,
Verantwortung
und fairen Chancen.
Unternehmen könnten stärker danach bewertet werden,
welchen realen Beitrag sie
für Gesellschaft,
Umwelt
und Lebensqualität leisten –
nicht nur nach kurzfristiger Rendite.
Gleichzeitig braucht eine freie Gesellschaft
weiterhin Wettbewerb,
Innovation
und Leistungsanreize.
Entscheidend ist jedoch,
dass wirtschaftliche Dynamik nicht dauerhaft
zu extremer Vermögenskonzentration,
Verschuldung
oder sozialer Spaltung führt.
Viele heutige Probleme –
Inflation,
Immobilienblasen,
Wachstumsdruck
oder steigende Ungleichheit –
hängen aus meiner Sicht auch
mit der Struktur unseres Geldsystems zusammen.
Deshalb beschäftige ich mich mit verschiedenen
Reformideen rund um Geldordnung,
umlaufgesichertes Geld,
Gemeinwohlökonomie,
dezentrale Wirtschaftskreisläufe
und monetäre Reformansätze.
Vorbilder und Inspirateure
Die folgenden Denker, Ökonomen, Autoren und Gesellschaftskritiker haben meine Sichtweise besonders geprägt:
Vier Schritte einer Transformation
Die folgenden Schritte sind kein starres politisches Programm, sondern ein möglicher Entwicklungspfad – langfristig, offen, diskutierbar. Viele Elemente lassen sich unabhängig voneinander erproben und schrittweise einführen. Was sie verbindet: der Wille, strukturelle Ursachen anzugehen, nicht bloß Symptome zu verwalten.
Schritt 1 – Monetäre Grundlage (RICH / HMW):
Abschaffung von Zins und Zinseszins. Umlaufgesichertes Geld, das nicht hortbar ist und damit keine
Machtkonzentration erzeugt. Kooperative Monetative statt privater Geldschöpfung.
Ein Geldsystem, das Innovationen fördert, Unternehmern fairen Kapitalzugang bietet –
unabhängig von Netzwerk oder Herkunft – und die Realwirtschaft zum Erblühen bringt,
statt sie mit Zinslasten zu lähmen.
Gleichzeitig werden strukturelle Fehlentwicklungen des Turbokapitalismus
– Verschuldungsspirale, Vermögenskonzentration, Cantillon-Effekt –
zu einem wesentlichen Teil systemisch behoben.
Geschätzte Wirkung: mindestens 60 % der systemischen Schäden des aktuellen FIAT-Systems werden nachhaltig damit behoben!
Schritt 2 – Ergänzende Wirtschafts- und Währungsreformen:
Gemeinwohl-Ökonomie (Christian Felber) als Bewertungsrahmen für Unternehmen.
Integrierte Geldsystem-Ökonomie IGO mit ECO und TFE (Kalle Björn Pipoh).
Regionalwährungen wie Chiemgauer, Sardex und Minuto als lebendige Experimente
wirtschaftlicher Dezentralisierung.
Die ersten Keime des assoziativen Wirtschaftens nach Steiner beginnen parallel zu wachsen.
Auch PROUT (P.R. Sarkar) gehört in diesen Schritt –
und ist dabei weiter als oft gedacht:
PROUT setzt keinen universellen Massenbewusstseinswandel voraus,
sondern Sadvipras – spirituell-moralisch gefestigte Führungspersönlichkeiten,
die das System aus innerer Integrität heraus gestalten.
Diese gibt es. In Indien ist das kulturelle Fundament dafür tief verwurzelt.
Was fehlt, ist nicht das Bewusstsein – sondern die Überwindung des Kastensystems,
das genau verhindert, was PROUT braucht:
dass der fähigste und reinste Mensch führt,
unabhängig von Herkunft und Geburt.
PROUT ist damit (vor allen in Kulturkreisen wie Indien) heute umsetzbar –
wenn die richtigen Strukturen es ermöglichen.
Schritt 3 – Institutioneller Umbau: Soziale Dreigliederung (strukturell):
Dies ist kein bloßer Verwaltungsumbau – es ist ein Paradigmenwechsel in der Frage,
wem welche Macht rechtmäßig zukommt.
Rudolf Steiner und Alexander Caspar haben klar benannt, was heute noch weitgehend vermischt ist:
Wirtschaftsleben, Rechtsleben und Geistesleben folgen je eigenen Gesetzen
und brauchen je eigene, voneinander unabhängige Institutionen.
Im Wirtschaftsleben herrscht das assoziative Prinzip: Produzenten, Händler und Verbraucher
gestalten gemeinsam – nicht der Staat, nicht der Marktmechanismus allein.
Im Rechtsleben gilt Gleichheit: demokratisch legitimierte Normen, die für alle gelten,
ohne Käuflichkeit und ohne Partikularinteressen.
Im Geistesleben – Bildung, Kultur, Wissenschaft, spirituelles Leben –
herrscht Freiheit: keine staatliche Gleichschaltung, kein wirtschaftlicher Verwertungsdruck.
Der Einheitsstaat, der heute alle drei Bereiche verwaltet und dabei keinen richtig regelt,
wird durch drei demokratisch legitimierte, voneinander unabhängige Institutionssphären ersetzt.
Dieser Schritt ist per Gesetz und Verfassung machbar –
er setzt keinen inneren Wandel der Bevölkerung voraus, sondern politischen Mut
und das richtige intellektuelle Fundament.
Bildung, Forschung, Wissenschaft und Kultur werden damit aus dem Zugriff von Politik und Kapital befreit und das Rechtsleben
als zweite Instanz kümmert sich ausschliesslich um die Legislative, Executive (inkl. Sicherung des Staatrsgebietes) und Judikative.
Die Monetative ist für alle drei Bereiche ja bereits basis-demokratisch als vierte Staatsgewalt aufgestellt durch Schritt 1.
Die Verteilungs-Mechanismen und -Logik (Freigeld, Schenkgeld, Kaufgeld) werden basis-demokratisch organisiert.
Schritt 4 – Soziale Dreigliederung gelebt, Gradido und der innere Wandel:
Strukturen lassen sich reformieren. Gesetze lassen sich schreiben.
Aber ob die Soziale Dreigliederung wirklich atmet – ob Menschen im Wirtschaftsleben
wirklich assoziativ denken statt taktisch zu kooperieren,
ob Bildung wirklich frei von Verwertungslogik gestaltet wird –
das lässt sich nicht verordnen.
Hier beginnt das Reich des Nicht-Erzwingbaren.
Gradido (Bernd Hückstädt) beschreibt eine Welt,
in der Geldschöpfung an menschlicher Existenz und schöpferischer Leistung orientiert ist –
nicht an Schulden und nicht an Angebot und Nachfrage.
In der Wert aus Qualität, Einzigartigkeit und gelebter Solidarität entsteht.
In der jeder Mensch seinen einzigartigen Platz kennt und einnimmt,
weil er nicht mehr um Überleben kämpft, sondern aus innerer Fülle heraus beiträgt.
Dieser Schritt setzt voraus, dass Menschen beginnen,
ihr eigenes Bewusstsein als Gestaltungskraft zu erkennen –
nicht als Opfer des Systems, sondern als dessen Schöpfer.
Nicht in der Abstraktion, sondern in jedem täglichen Entscheid:
wie wir kaufen, schenken, investieren, arbeiten, wertschätzen, vertrauen.
Schritte 1 bis 3 schaffen die äußeren Bedingungen dafür.
Schritt 4 ist die innere Antwort –
und wird, wenn er kommt, die Schritte 1 bis 3 von innen her vollenden
und über sich hinauswachsen lassen.
Schritt 1 im Detail – RICH / HMW
Die Humane Marktwirtschaft nach Peter Haisenko ist ein ausgearbeiteter Reformansatz für ein stabileres, realwirtschaftlich verankertes Geld- und und Wirtschafts-System für eine wirklich freie und faire Marktwirtschaft. Mein eigener Beitrag dazu – das RICH-Öko-System – konkretisiert und erweitert diesen Ansatz.
Im Mittelpunkt stehen Fragen, die sich jeder stellt, der ehrlich hinschaut:
Der im Video vorgestellte Ansatz verbindet Elemente aus umlaufgesichertem Geld (Gesell / Steiner), Gemeinwohlökonomie (Felber), regionalen Wirtschaftskreisläufen (Gellerie), monetärer Reform und einer konsequenten Orientierung an der Realwirtschaft – zu einem konkreten, umsetzbaren Gesamtbild als erste Basis einer wirklich nachhaltigen und demokratischen neuen Welt-Ordnung.
Beratung
Neben der Informations-Tätigkeit zu wirtschaftlichen Reformthemen biete ich auch persönliche Beratung zu beruflicher Orientierung, Selbstständigkeit, Lebensgestaltung und individueller Neuorientierung an.
Weiterführende Links
Blog
Social Media
besseres-geldsystem.de von Thomas Jörder
#momobewegung
Theatergruppe zur Geld- und Wirtschafts-Reform
Humane Marktwirtschaft nach Peter Haisenko – Buchauszüge
Humane Marktwirtschaft nach Peter Haisenko – Review von Hermann von Bering
Zusammenstellung von Werken und Ideen zu einer Geldreform (Universität Berlin)
monneta.org (gegründet von Prof. Dr. Margrit Kennedy)
Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung (Dipl.-Ökonom Werner Onken)
Karte der Geldwandel-Akteure
Renate Börger's und Simon Sonnenberg's Zusammenstellung von 8 Lösungen für ein Geld der Zukunft
Simon Sonnenberg's, Norbert Bernholt's und Michael W. Bader's Denkfabrik für neue Geldsysteme
Geldgipfel.de der GLS Bank Stiftung
Zinsverbot und Jubeljahr (Rückgabe von Landbesitz) im alten Testament (Lev 25, 36 / 3. Mose 25:36-37)
Zinsverbot im Koran ("Riba")
Wiki Selbstverwirklichung
Wiki Humane Marktwirtschaft
Wiki Alleinstellungsmerkmal
Wiki Umlaufgesichertes Geld
Über mich
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